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Care und Gründung: Warum nachhaltige Startups bei sich selbst anfangen müssen

  • Apr 22
  • 3 min read

Startups sprechen viel über Wirkung.

Über Impact, Nachhaltigkeit, Verantwortung.

Was dabei oft fehlt, ist die einfachste Frage:

Wie geht es eigentlich den Menschen, die das alles tragen?


Gründung wird häufig so gedacht, als wäre Zeit flexibel, Energie unbegrenzt und Verfügbarkeit selbstverständlich.


Doch die Realität sieht anders aus.


Menschen kümmern sich.

Um Kinder. Um Eltern. Um Freund:innen. Um ihre eigene Gesundheit. Um Dinge, die nicht in Pitchdecks passen.


Und genau diese Realität entscheidet darüber, ob ein Startup langfristig funktioniert – oder nicht.



Das Problem: Unsichtbare Voraussetzungen


Viele Geschäftsmodelle bauen auf Annahmen, die nie ausgesprochen werden:

  • Alle können jederzeit voll arbeiten.

  • Alle haben ähnliche Lebenssituationen.

  • Belastung verteilt sich „irgendwie“.

Diese Annahmen sind selten bewusst getroffen.


Aber sie wirken.

Und sie führen oft zu Spannungen im Team, Überforderung oder Entscheidungen, die kurzfristig funktionieren – aber langfristig nicht tragen.



Ein anderer Ausgangspunkt


„Care und Gründung“ setzt genau hier an.

Nicht bei der Frage: Wie bauen wir das perfekte Startup?

Sondern bei der Frage: Welche Realität bringen wir eigentlich mit – und was bedeutet das für unsere Arbeit?


Das Tool hilft euch, diese Realität sichtbar zu machen und in eure Entscheidungen einzubeziehen.


Probiert das Tool gleich aus




Wie das Tool arbeitet:


„Care und Gründung“ ist kein klassischer Workshop und kein starres Framework.

Es ist ein Denk- und Arbeitsprozess in drei Schritten:


1. Bei euch selbst anfangen Ihr schaut individuell auf eure Situation.

  • Wie viel Zeit habt ihr wirklich?

  • Was fordert euch außerhalb der Arbeit?

  • Wo sind eure Grenzen?

Nicht als Vergleich. Nicht als Bewertung. Sondern als ehrliche Bestandsaufnahme.


2. Das Unsichtbare ins Team holen

Ihr bringt diese Perspektiven zusammen.

  • Was bedeutet das für eure Zusammenarbeit?

  • Welche Erwartungen sind realistisch – und welche nicht?

  • Wo entstehen Spannungen?

Plötzlich werden Dinge besprechbar, die sonst unausgesprochen bleiben.


3. Das Geschäftsmodell hinterfragen

Dann geht ihr einen Schritt weiter.

  • Passt euer Geschäftsmodell zu euren realen Ressourcen?

  • Oder basiert es auf Annahmen, die so nicht haltbar sind?

Hier wird oft klar:

Nicht die Menschen „passen nicht“. Sondern die Struktur muss angepasst werden.



Für wen das relevant ist


Eigentlich für jedes Team.


Besonders aber für:

  • Gründungsphasen, in denen Rollen noch offen sind

  • Teams, die wachsen oder sich neu ausrichten

  • Situationen, in denen Belastung spürbar wird, aber schwer greifbar ist


Das Tool funktioniert alleine – und im Team (2–6 Personen).

Und es lässt sich immer wieder nutzen, weil sich Lebensrealitäten verändern.




Bonus: Testet unseren Prototyp „Eligra One“


Ihr wollt nun direkt wissen, welche weiteren Tools zu euch passen?


Dann testet Eligra One – unseren interaktiven Chatbot für Impact- und Klima-Startups.




Wie wir arbeiten: Tools anpassen statt Rezepte kopieren


Bei hier&dann entwickeln wir Tools nicht als starre Methoden, sondern als Arbeitsformate für den Alltag von Startups.Care und Gründung ist bewusst als Reflexions- und Entscheidungs-Tool gestaltet, weil Teams eine realistische Grundlage für ihre Arbeit brauchen:


  • Zeit- und Energieverfügbarkeiten werden sichtbar

  • Sorgearbeit wird ins Gespräch gebracht

  • Geschäftsmodelle werden auf ihre Tragfähigkeit geprüft


Unser Ziel ist nicht, Care nur mitzudenken, sondern es als Voraussetzung von Arbeit sichtbar zu machen – und strukturell zu verankern.




Hintergrund: Das Open-Source Climate Startup Toolkit


Dieses Tool ist Teil des Open-Source Climate Startup Toolkits (OSCS-Toolkit).

Wir bauen damit einen zentralen digitalen Ort auf, an dem klimaorientierte Startups passende Tools, Methoden und Orientierung finden können – kostenfrei, offen und barrierearm. Das Toolkit wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) und die EU über den ESF Plus.



 
 
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